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Ich sitze vor meiner Steambibliothek, genauer gesagt starre ich nichts tuend auf meinen Bildschirm. Wie lange? Keine Ahnung. Ein Spiel starten? Keine Lust. Irgendwie komisch: Man wird älter und hat endlich die Möglichkeiten Games zu kaufen, die man immer spielen wollte! Besser noch: Sie sind meist sogar in meinem Inventar - aber auf Dauer fesseln? Das schaffen derzeit leider nur die wenigsten. Mir drängt sich deshalb die Frage nach dem "Warum" auf:

Sind es wirklich die zahlreichen Sales und der damit verbundene Ăśberkonsum? Ist es die schiere Masse an mehr oder weniger guten Computerspielen, die mich letztendlich ĂĽberfordern, sodass ich lieber keines spiele? Fehlt mir einfach die Innovation, welche mich frĂĽher stets begeisterte? Ich weiĂź es nicht.
Ich habe in den drei letzten Stunden vier Spiele installiert, die dieses Jahr herauskamen. Ich habe sie gestartet, angefangen und nach 20 Minuten wieder weggelegt. Man sitzt am Rechner, freut sich seit Tagen darauf, endlich mal wieder ohne Arbeitsgedanken spielen zu können und sich in eine virtuelle Welt saugen zu lassen und was passiert? Nichts! Der Kopf sagt "Nee, lass das mal, hab gerade irgendwie doch keine Lust", der Zeigefinger lässt das Mausrad zum x-ten Mal meine Spiele durchscrollen, nur unterbrochen von den gelangweilten Klicks auf Youtube, Facebook und Google+ in manischer Monotonie. Es ist der zynische Realismus, welcher mir heute rau entgegenschlägt: Zeit zum Spielen ist immer häufiger Mangelware, habe ich sie einmal, dann will man nicht mehr. Ich schaue Internet leer - es langweilt mich, ich zeichne ein wenig - es stresst mich, ich rufe Freunde an - keine Zeit. Es sind 10 Minuten vergangen, ich habe diesen Eintrag hier geschrieben und aus meinen Boxen schallen die letzten Verse von System Of A Downs Lonely Day:

Such a lonely day, and it's mine 
It's a day that I'm glad I survived


Gamergate. Ein Wort, kurz, knapp und dennoch seit gefĂĽhlten Ewigkeiten nicht mehr aus der Spielelandschaft wegzudenken. Ich habe mich mit einigen wenigen Ausnahmen in der Steam- & PC-Spiele-Community bei dem Thema echt zurĂĽck gehalten. Die Fronten waren mir zu verhärtet und die Anschuldigungen nervten mich ehrlich gesagt. Ich hatte wirklich keine Lust mehr, mich gefĂĽhlt fĂĽr irgendetwas entscheiden zu mĂĽssen, um nicht von anderen Personen in irgendeine Ecke gestellt zu werden. Das ist ebenfalls ein Grund, warum ich jetzt an dieser Stelle nicht auf die Vorgeschichte beziehungsweise den Verlauf von #Gamergate eingehen werde - das haben schon genug Leute getan.¹ 
Der Tropfen, welcher die metaphorische Energy-Dose des Gamers zum ĂĽberlaufen brachte, war dann letztendlich ein kurzer Artikel der +FAZ.NET - Frankfurter Allgemeine mit dem Titel "Gamergate - Bitterer Ernst in der Spielewelt". Er veranlasste mich tatsächlich, mein Spiel zu pausieren und etwas ĂĽber Individuen zu schreiben, denen ich noch abgeneigter als uPlay gegenĂĽber bin.
Nein, vielleicht war das etwas verkehrt ausgedrĂĽckt: Herr Bernau hat einen wirklich guten Text verfasst, der sowohl fĂĽr Laien als auch Informierte interessant ist. (Einige Kommentatoren unter dem Artikel sehen das natĂĽrlich anders.) Es geht mir vielmehr um den Inhalt: Durch die Gamergate-Debatten die unter anderem Themen wie Journalismus, Feminismus und Sexismus aufgreifen , meinen einige Menschen, dass es da wohl legitim wäre, neben verachtendsten Beleidigungen sogar Morddrohungen auszusprechen, welche in Hinblick auf den Polizeischutz der betroffenen Personen anscheinend wirklich ernst genommen werden mĂĽssen.   

[Break]
Es folgt nun eine kurze Aufzählung der Argumente, die ich anschließend nicht berücksichtigen werde beziehungsweise in dieser Lage als nicht hinnehmbar verstehe:
  1. Das sind doch nur Trolle.
  2. Das sind doch nur irgendwelche Pubertierenden. 
  3. Das ist doch nur das Internet.
  4. Das ist doch nur ein doofer SpaĂź um die eigene Meinung zu stĂĽtzen.
  5. Das zieht doch eh keiner durch.
  6. Sowas gibt es doch immer bei hitzigen Diskussionen.
[/Break]

Noch einmal
Da nehmen sich Leute heraus, andere Personen zu bedrohen, weil man es wagt über Spiele zu diskutieren oder gar verschiedene fragwürdige Positionen anzugreifen? Pardon, aber da drängt sich mir wirklich unweigerlich vor allem eine Frage auf:


Ganz im Ernst
Wie kann man überhaupt auf so eine Idee kommen? Da hat doch jemand zu viel vom Mondzucker genascht oder bei den Braufesten vor Orgrimmar und Eisenschmiede einige Bier zu viel gepichelt - anders kann ich mir diesen Scheiß echt nicht erklären! Ja, ich würde gerne einfach abwinken und sagen "das beruhigt sich schon wieder", aber ehrlich: Es kotzt mich an, es macht mich wütend!

Solche Leute machen unsere Gamer-Gemeinschaft kaputt!
Es geht hier vermutlich nicht um dich oder einen deiner Kumpels, aber es ist wieder einmal eine kleine Gruppierung von Individuen, die auf alles was wir aufgebaut haben, einen dicken Fladen setzen. Ihre Aktionen sind dumm, enttäuschend und diffamierend für all jene, die in der Gamerwelt jahrelang dafür kämpfen, dass Spiele in der Gesellschaft akzeptiert werden, die ewig und immer wieder für Gleichheit unter den Menschen einstehen und sowohl Sexismus als auch andere menschenfeindliche Positionen verurteilen. Es sind ihre Aktionen, die mich geradezu nötigen, erneut weniger versierten Leuten klar zu machen, dass wir - wir Gamer - bereit sind, über bestehende Probleme zu reden und sie anzugehen und eben nicht alle wegschauen beziehungsweise Diffamierungen wegrationalisieren. Der Großteil von uns hat einfach nur ein geliebtes Hobby, dass sich eben in dieser Liebe nicht von anderen Hobbies wie dem Modelleisenbahnensammeln oder Angeln unterscheidet. (- Srsly Gehirn, das sind die Dinge, die dir zuerst einfallen?)

Was ich schlussendlich nur sagen wollte: 
Solche Aktionen von Einzelnen bringen eine ganze Schicht an Spielern in Verruf. Sie sind ein Schlag ins Gesicht, quasi der Cheater unter Fairspielenden. Es sind diese Wenigen, die danach vermutlich wieder am lautesten schreien, dass Gamer und ihre Medien stets schlecht dargestellt werden. Schade, dass ihr so viel kaputt macht.

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¹ Beispiele: Giga.de, boogie2988 und meinetwegen auch Gawker.

Der Steam- Summersale steht in den Startlöchern. Man ist ja eigentlich schon mit allen Spielen versorgt, die man so spielen möchte oder hat eine Games-Bibliothek die aus allen Nähten platzt. Spiele, die man noch unbedingt nachholen will?: Over 9000! Dennoch: Irgendwie kaufe ich dann doch wieder, was das Zeug hält, ich meine bei diesen Rabatten kann man doch unmöglich nein sagen! (oder doch?)

Protipp: Kaufe deine Spiele immer als „Geschenk fĂĽr dich selbst“, so hast du sie in deinem Inventar und kannst sie aktivieren, sobald du sie spielen willst oder zur Not an Freunde tauschen bzw. verkaufen. ;-)
Was mache ich also? Loslaufen, zum Games-Laden, Guthaben holen, Heim eilen, aufladen und warten. Ich werde dabei stets und ständig gefragt, warum ich mir denn immer die MĂĽhe mache, zu diesem Geschäft zu laufen. Man hat doch schlileĂźlich Mittel und Wege via Kreditkarte, Paypal und Co. direkt zu kaufen?! Das stimmt. Es ist entspannter immer und ĂĽberall das kaufen zu können, wenn man es gerade möchte und theoretisch könnte ich es auch – aber ich mache es trotzdem nicht. What the hell - Warum?

Als ich noch ganz jung war, bin ich in die Spielzeugläden gegangen, habe mir Sachen angeschaut und immer gewĂĽnscht dieses oder jenes zu haben. Irgendwann hatte man dann ein schmales Taschengeld, kaufte sich mit seinen Freunden PokĂ©mon-, später Yu-Gi-Oh- und Magic-Karten. Ich weiĂź nicht wie oft ich in dem Laden bei uns in der Stadt war, aber man kannte langsam jeden Verkäufer. Das waren Leute die Ahnung von der Materie hatten, man redete ĂĽber die neuen Decks und Booster, Taktiken, spielte ein paar Runden zusammen oder quatschte halt ĂĽber das ganze nerdige Zeug. Ich habe es geliebt. Meine Freunde kaufen heutzutage – wenn sie denn noch spielen – alles online, ist ja auch gĂĽnstiger. Dieses GefĂĽhl der Verbundenheit, obwohl man sich nicht kennt, dieses „wir haben das gleiche Hobby“, fehlt seitdem.

Das geht mir mittlerweile auch bei meinen PC-Games so. Ich kaufe das meiste Zeug ĂĽber Steam, die Ladenpreise sind zu groĂźen Teilen einfach nicht mehr tragbar. Nach ein paar Wochen gibt’s den ersten Sale und schon hätte ich nen Zwanziger sparen können. Dennoch: Mir ist dadurch das Feeling dieser Hobby-Vertrautheit verloren gegangen. „Schade“, habe ich mir anfangs gedacht, „lässt sich halt nicht ändern“. Und genau damit lag ich falsch. 

Seit einigen Monaten gehe ich wieder in die Läden – Spiele kaufe ich dennoch dort nicht. Aber es reicht mir persönlich sich mein Guthaben dort persönlich zu holen. Man redet wieder mit den Verkäufern, man tauscht sich aus, man hat so quasi ein groĂźes Geheimnis, dass die anderen Nicht-Spieler einfach nicht verstehen können. Ich bin gerne in dem Laden, heute habe ich mir 50€ geholt (damn Steam-Sales!) – und eine halbe Stunde gequatscht.




Ich werde hin und wieder gefragt, ob man sich "Counter-Strike: Global Offensive" kaufen soll. Mir persönlich gefällt es, zum Zeitpunkt dieses Artikels habe ich 125 Stunden seit Mai 2013 investiert. Des Weiteren kostet es "nur" 14€ bzw. in den regelmäßigen Sales die Hälfte (oder noch weniger), wer das Geld ĂĽbrig hat und einfach mal testen will, dem sei es sofort ans Herz gelegt. Doch wie berät man jemanden, der sich wirklich unsicher ist? Ich versuche es deshalb mal in meiner Review anders herum: 

FĂĽr wen ist Counter-Strike: Global Offensive (CS:GO) nichts?

1) FĂĽr Aufleveler und Perk-Liebhaber.
Es gibt keine freizuschaltenden Waffen, keine Perks oder variable Waffenfertigkeiten. Du kaufst jede Runde deine Ausrüstung zusammen und kannst das von der ersten Spielminute tun. Es ist nicht für jeden was, garantiert aber dafür ein sehr ausgeglichenes Spielniveau mit Schwerpunkt auf den eigenen Fähigkeiten. Kleiner Wermutstropfen: Es gibt Waffenskins, die einem ermöglichen die eigenen Waffen zu "personalisieren". Diese findest du Random entweder am Ende eines Spiels oder kannst du dir im Communityshop kaufen (bzw. durch andere Spieler ertauschen)

Es kommt allein auf das eigene Können an.
2) Für Einzelgänger.
Es ist ein wirklich taktischer Teamshooter. Wer etwas länger und professioneller Spaß haben will, der sollte im Team agieren können. Das heißt: Hilf deinem Team, indem du sagst, wo du Gegner gesehen hast. Dein Geld ist nicht dein Geld, sondern das des Teams. Wenn du genug Geld hast und dich jemand fragt, ob du ihm eine Waffe (natürlich beinhaltet das keinen Freischein für alles) kaufen kannst, dann mach es. Sichere die dir anvertraute Position. Du verlierst als Team und du gewinnst als Team. - Fertig!

3) FĂĽr Leute denen ihre K/D unendlich wichtig ist.
Passt eigentlich schon zu 2). Es ist ein Teamshooter und egal, wie viele Gegner du besiegst. Letztendlich zählt es nach den Runden, ob ihr die meisten gewonnen habt oder nicht. Deine K/D hat darauf keinen Einfluss (es ist wichtiger Positionen zu beziehen, statt einfach immer nur "rumzunatzen").

4) FĂĽr Leute, die innerhalb einer gewissen Zeit nur immer eine Runde spielen wollen.
Counter-Strike zeichnete sich schon immer durch eine Rundenbasierung aus. Man erhält Runde für Runde Geld und muss innerhalb eines Zeitlimits beispielsweise entweder eine Bombe legen oder entschärfen (Geiseln retten oder Bewachen usw.).
Das mag nicht jeder, erhöht jedoch die taktische Qualität.

5) FĂĽr Quickscoper und MP-Sniper.
Klar, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber anders als bei vielen Genrekollegen sollte man hier nicht mit einer Sniper-Rifle in den Nahkampf oder mit einer Maschinenpistole rumsnipen. Warum? Es klappt seltenst, da es stark auf die Reichweiten und Waffenrecoil ankommt.

6) Für Realitätsliebhaber.
"Das Fadenkreuz wackelt nicht bei der Sniperrifle - voll unrealistisch!!einself". Ja das stimmt, auch gibt es kein "Durch-Kimme-und-Korn"-Zielen. Es geht mMn hier aber auch gar nicht darum, der realistischste Shooter zu sein (zumal das eh nie möglich ist und sämtliche, die es versuchen, dennoch an so vielen Stellen unheimlich unrealistisch ist, weil es sonst einfach nicht Spaß machen würde zu spielen). Es geht um dein Können, dein Team und Ausgeglichenheit.

7) Für Leute, die keine Shooter mögen.
Muss ich das noch näher erläutern? (Nein.) 
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So, wer bis hier hin gelesen hat, wollte vielleicht nur durchgehen, ob er betroffen ist. Noch nicht Entmutigte können sich aber auf einen spannenden Teamshooter freuen (Wie man nicht manchmal vor dem Rechner sitzt, wenn die Bombe gelegt wurde und nur noch 1vs1 Spieler angesagt ist... ;)), der ein paar nette, klassische Spielmodi enthält (Bomb-Defuse, Geiselszenario, Wettrüsten [für Kill, die nächste Waffe bekommen], Deathmatch und Tonnen von Communityservern mit verschiedenen Besonderheiten) und auf nahezu jedem Rechner läuft. Es wird kein liebloser Singleplayerpart mitgeliefert, ist preiswert, auch etwas gleichermaßen für Zwischendurch- und Wettkampf-Spieler und hat eine sehr große Community.

Von mir also eine Empfehlung, mit dem Hinweis, dass es nicht jeder mag! :-) Diese Review findet sich übrigens auch bei Steam wieder, ich würde mich über eine Bewertung freuen, wenn euch der Artikel geholfen hat, damit ihn noch mehr Unentschlossene lesen können:

Vielen Dank!


Nun ist es amtlich: Steam stellte heute auf einer eigens dafür eingerichteten Seite ihre neue Funktion "Steam Reviews" vor. Sie steht ab sofort als Beta zur Verfügung und ermöglicht Nutzern das Erstellen von eigenen Spielereviews auf Steam.
Ähnlich wie bei vielen Onlineshops, kann man nun Spiele, die man gespielt hat, bewerten. Natürlich konnte man schon vorher eigene Empfehlungen abgeben, nun wird jedoch den Nutzern die Möglichkeit eröffnet, dies ausführlicher zu tun. Alte Empfehlungen kann man nachbearbeiten falls es Beanstandungen geben sollte und danach veröffentlichen. Zusätzlich kann man hilfreiche Reviews positiv bewerten, aber auch Trolle und ähnliche Phänomene runtervoten bzw. reporten.

Quelle: Steam
 Als praktisch empfinde ich auch die Möglichkeit Beiträge nach verschiedenen Sprachen zu durchsuchen, da man so als jemand, der Probleme mit der englischen Sprache haben könnte, einfacher nach deutschen Reviews suchen kann.

Quelle: Steam

Auch einen Blick in die FAQ zu werfen lohnt sich:
Laut Steam kann man zu jeden Produkt, was man einmal bei Steam nutzte eine Review schreiben. Dazu muss man es nicht gekauft, jedoch wenigstens einmal installiert gehabt haben. Das macht durch die Weekend-Aktionen, bei denen man verschiedene Games beispielsweise kostenlos fĂĽr einen gewissen Zeitraum spielen konnte, durchaus Sinn.
Bevor die Frage aufkommt: Auch die Metacritic-Bewertungen werden bestehen bleiben! Steam-Reviews wird somit ausschlieĂźlich eine weitere Bewertungsgunktion werden. Schön ist auch, dass Entwickler die Möglichkeit besitzen, auf Reviews zu antworten, was natĂĽrlich zu einer besseren Community-Entwickler-Beziehung fĂĽhren kann. Direktes Feedback ist halt oftmals das beste. ;-) Negative Meinungen können sie jedoch nicht einfach löschen, sondern nur reporten. 

Für weitere Informationen empfehle ich euch einfach, die Seite zu besuchen. Ich persönlich freue mich jedenfalls auf die Möglichkeit, besser Kritik zu üben. Wie sieht es bei euch aus?

Quelle: Kotaku & Steam

Meine Gedanken beziehen sich auf ein Posting von Spiegel Online. Es ist also ratsam, dieses vorher gelesen zu haben

Um es kurz zu machen: Meiner Meinung nach ist dieser Artikel sehr darauf fixiert, ein wirklich sensibles Thema zu skandalisieren. Hierbei drängt sich mir regelrecht das GefĂĽhl auf, dass mittlerweile eine so exaltierte Berichterstattung von Nöten ist um mediale Aufmerksamkeit zu erreichen. Ich persönlich finde es falsch, egal ob  hier um einen ĂĽber Filme oder Spiele geredet wird.
Ja es stimmt das es verkehrt ist fragwürdige Aktionen nicht zu erklären bzw. sogar als richtig darzustellen. Gelegentlich schwingt dort leider wirklich einfach nur eine Glorifizierung von Gewalt mit und ist keineswegs unterstützenswert. Auch die "Flughafenszene" aus Call of Duty Modern Warfare 2 war absolut unnötig, sie diente mMn nur als reine (schlechte) PR-Aktion, damit das Spiel in aller Munde ist.
Vergessen wird dennoch, dass es auch Spiele gibt, die gegen viele Genfer Auflagen verstoĂźen, aber es explizit als schlecht darstellen. Als bestes Beispiel fällt mir da Spec Ops: The Line ein, welches zwar ein Shooter ist, aber eben durch seine Gesamtaufmachung zeigt, wie grausam der Mensch sein kann bzw. das es wirklich nicht richtig ist, was man tut. Spiele sowie auch Filme verstoĂźen regelmäßig gegen die Genfer Konventionen, was meiner Meinung nach bei manchen Games nicht zu streng geahndet werden sollte. Wenn sie beispielsweise einfach absichtlich ĂĽberzeichnet werden (Spontaneinfall: Gewalt in Borderlands), kann man ĂĽber ein paar Dinge hinwegsehen. Wenn aber - und das tun einige Shooter immer mehr - viel Wert auf Realität gelegt wird (*hust* Battlefield 3 & 4 *hust*), dann bitte auch in diesem Bereich. 

Etwas zu skandalisieren, was natĂĽrlich trotzdem leider oft genug in der Realität passiert, ist der falsche Weg. Vielmehr sollte das Thema normal ins Gespräch kommen und darĂĽber debattiert werden, sodass jeder etwas davon hat.


Valve, die Schöpfer von Steam und weltbekannten Spielemarken wollen die PC-Gaming-Landschaft grundlegend verändern - so scheint es zumindest, wenn man ihre letzten beiden AnkĂĽndigungen hier im Netz verfolgt. Einerseits wollen sie ein eigenes Betriebssystem (Steam OS), auf Linux basierend, etablieren, andererseits verschiedene Hardware anbieten, die derzeit auf den Namen "Steam Machines" hört. Wer den folgenden Artikel und meine Begeisterung verstehen will, sollte deshalb zunächst die offiziellen Seiten aufrufen. Diese beinhalten: Die AnkĂĽndigungsseite, die Steam OS-Seite und die Steam Machines-Seite.

"Das Steam-Universum expandiert" - Wunderbar! Quelle: Steam


Zu aller erst: Danke Valve! 
Es sind schon einmal die richtigen Ideen, den kränkelnden PC-Games-Markt wieder voran zu bringen. Dazu aber später mehr. Ich kann mich der weit im Netz verbreiteten Meinung eigentlich nur anschließen: Ich hätte gerne langsam mehr als "bald", "demnächst" und "in Kürze". Ich hätte gerne Bilder, Concept-Art, Firmen die sich beteiligen, Spiele die dafür in Frage kommen und und und. Kurz um: Ich kann es eigentlich gar nicht mehr länger erwarten, mehr zu erfahren.

Steam OS - Endlich auch zum zocken Linux? Quelle: Steam

Steam OS - Eine Rettung fĂĽr den PC-Spiele-Markt
Für mich sind die letzten zwei Ankündigungen quasi die heimliche Traumerfüllung meines Spielerdaseins. Das liegt vor allem daran, dass mich Windows als Plattform unheimlich frustrierte. Wäre es schon früher möglich gewesen, nahezu alle Titel auch auf einer Linuxdistribution zu spielen, wäre ich schon lange gewechselt. Natürlich gab es Bemühungen und Emulatoren, aber darunter hat halt die Grafik oder das Handling gelitten. Endlich ist mit Valve eine Branchengröße da, die anscheinend verstanden hat worum es geht. Hier steht nun ein ernstzunehmender Verhandlungspartner und spätestens jetzt werden Firmen zuhören. Es wird sicherlich nicht mehr lange dauern, bis die ersten Hardwarehersteller aufspringen und endlich quelloffene Treiber anbieten, die perfekt zugeschnitten ist. Denn: Wo Steam bzw. Valve ist, gibt es Geld.
Wenn Steam OS ebenfalls ein angenehm nutzbares Betriebssystem als solches ist, auf dem man komfortabel arbeiten und surfen kann, dann steht dem Erfolg meiner Meinung nach nichts im Wege! NatĂĽrlich, es fehlen noch die ganz groĂźen TitelankĂĽndigungen, aber wer so ambitioniert einen neuen Spielemarkt erschlieĂźen will, wird daran nicht scheitern.

Die Community entscheidet! Wie wird die Steamkonsole wohl aussehen? Quelle: Steam

Steammachines - Werden Spieler endlich vereint?
Ich glaube, dass Valve hier eine Brücke schlagen will zwischen Konsoleros und PC-Spielern. Unbestritten ist, dass Steam hier unbedingt die Community einbinden will: Im Vergleich zu anderen Firmen kein dummer Schritt, a) da es ja auch die sind, die das Teil/die Teile kaufen wollen und b) vermutlich eine Empörungswelle und damit verbundene Negativ-PR ausbleibt. (Ist ja von der Community entschieden bliblablub)
Austauschbare Technik? Hackbare Umgebung? Selbst Entwickelte Apps? Klingt nach einem Seitenhieb zu Sony und ihrer strikten PS3 Politik. Ich persönlcih bin davon überzeugt, dass diese Maschinen wirklich um einiges mehr kosten werden, als PS4 oder Microsofts Konkurrenzprodukt. Dafür gibt es als Gegenleistung High End PC-Grafik zu einem dennoch günstigeren Preis als eine normale "Zockermaschine". Ich vermute sowieso, dass hier nicht eine, sondern mehrere Geräte auf den Markt kommen werden, vielleicht nach Leistungsklassen unterteilt. Beispiel: Zunächst können alle Spiele auf allen Steamkonsolen gespielt werden, aber im Laufe der Zeit schreitet ja wie immer die Technik voran. Steam bietet eventuell zertifizierte Hardware zum Aufrüsten an und kennzeichnet das am Game im Store. Wer also Spiel a in höchster Auflösung spielen will, benötigt die und die Hardware im Rechner oder eine Steamkonsole der Leistungsklasse XYZ.
Das hat natürlich alles wieder zur Folge, dass Valve Exklusivverträge mit Hardwareherstellern schließen müsste, zum Vorteil der Spieler. Die werden nämlich zukünftig treibertechnisch sehr gerne Linux unterstützen, da wie oben beschrieben, durch Aufrüstung der Konsolen dort immer ein ganz netter Markt entsteht.

Und sonst so? Eine Aussicht auf Freitag [Alles Mist :D Schaut weiter runter oder meine Fehlinterpretation an!]  ;)
AbschlieĂźend frage ich mich natĂĽrlich, was hinter der dritten AnkĂĽndigung steckt: Ich vermute ja Software. Ist aber eher so SEHR viel freie Interpretation. Kurzfassung:

Eine AnkĂĽndigung steht noch aus - was es wohl wird? Quelle: Steam

1. AnkĂĽndigung war als Symbol ein Kreis. Kreis=Software= Steam OS
2. AnkĂĽndigung waren eckige Klammern (wie ein Kasten) und dazwischen ein Kreis= Konsole mit Steam OS
3. AnkĂĽndigung sind zwei Kreise und ein Plus. Kreis=Software, einer davon also Steam OS iVm (+) weiterer Software, eventuelle Vorstellung von schon portierten Games oder die AnkĂĽndigung eines AAA-Titels (vermutlich wegen dem Bugtrackerbild L4D3).

NatĂĽrlich kann auch die 3. AnkĂĽndigung...confirmed! Ach ne, ich glaub das dauert noch ein bisschen. ;)

UPDATE!
Na dann war es Freitag und auch 19.00 - kein neues Half Life, L4D3, GTA V Exklusiv oder ähnliches. Nein, ein eigener Controller. Auch hier soll die Community wieder mit eingebunden werden. Schaut man ihn sich an, sieht das mit den zwei Touch-Flächen zwar ganz nett aus, aber die vier Knöpfe um das Display sind meiner Meinung nach wirklich unpassend positioniert.
Dennoch: Ich bleibe optimistisch und kann es kaum erwarten das Teil zu testen! AuĂźerdem trumpht Valve mal wieder mit Humor in ihrer FAQ auf. Darin heiĂźt es beispielsweise:
Ich bin ein zufriedener Steam-Nutzer und nutze zufrieden meine Maus und Tastatur. Ich will keinen Controller?
Sie können einen Satz nicht einfach in eine Frage umwandeln, in dem Sie ihn schlicht mit einem Fragezeichen beenden. Aber wir sind glücklich, wenn Sie glücklich sind, also nutzen Sie ruhig weiterhin die Eingabemethode, die für Sie Sinn macht. Machen Sie sich keine Sorgen, wir werden Sie nicht sitzenlassen. Auch wir lieben Mäuse und Tastaturen.
Na dann ist doch alles halb so wild. ;) Weitere Infos gibts ĂĽbrigens auf der offiziellen Seite!

Controller ist gut - Vertrauen (und HL3) besser! ;) Quelle: Steam